Nachgefragt: Was möchte Susanne Puvogel für unsere Region erreichen?

Heike Herrmann vom SPD-Ortsverein Hagen wollte es genau wissen und hat nachgefragt: Susanne, wenn du in den Bundestag gewählt wirst, was willst du für unsere Region vorrangig erreichen?

Susanne Puvogel und Dorf-Flitzer aus Beverstedt
Carsharing-Angebote wie den Dorf-Flitzer in Beverstedt kann sich Susanne Puvogel auch in anderen Orten des Wahlkreises vorstellen Bild: privat

Heike Herrmann vom SPD-Ortsverein Hagen wollte es genau wissen und hat nachgefragt:

Herrmann: Susanne, wenn du in den Bundestag gewählt wirst, was willst du für unsere Region vorrangig erreichen?

Puvogel: Für mich ist ein wesentlicher Auftrag, die Daseinsfürsorge im ländlichen Raum zu stärken und auszubauen. Dazu gehört für mich die Mobilität, aber auch die Breitbandversorgung, und die Versorgung im Alter muss sichergestellt sein. Die Menschen hier sollen möglichst lange und selbst bestimmt in ihren Häusern leben können. Hierzu gehört neben der ärztlichen Versorgung auch die Möglichkeit z.B. ohne eigenes Auto einkaufen zu können. Hier gibt es viel Bedarf. Viele reden vom Bildungspaket, was sicherlich auch in diesem Zusammenhang wichtig ist.
Ich könnte mir vorstellen, zusätzlich ein Mobilitätspaket auf den Weg zu bringen.

Herrmann: Wie siehst du in diesem Zusammenhang die Zukunft des ÖPNV?

Puvogel: Der ÖPNV muss weiter ausgebaut und intensiviert werden, und dies ist kostendeckend nicht möglich. Die Kommunen dürfen mit dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. Der Bund muss mit in die Verantwortung genommen werden.

Herrmann: Viele sprechen heutzutage von der Landflucht. Wie kann hier gegengesteuert werden?

Puvogel: Die Landflucht sehe ich in unserer Region nicht. Gerade Familien mit Kindern ziehen aktuell immer noch in den ländlichen Raum. Voraussetzung ist, dass die Infrastruktur stimmt. Dieses will ich unterstützen. Denn das verhindert das Aussterben der Dörfer. Dafür muss aber die Infrastruktur erhalten und ausgebaut werden. Es müssen Treffpunkte geschaffen und Konzepte für den ländlichen Raum erarbeitet werden. Dazu gehört für mich auch das Vernetzen von Regionen. Der Bürgermarkt in Hagen ist dafür ein schönes Beispiel. Dieses Konzept hat bewiesen, dass es tauglich ist. Carsharing wäre ein weiteres Projekt.

In Deutschland leben die meisten Menschen in ländlichen Räumen. Wenn Politik gleichwertige Lebensverhältnisse ernst meint, dann muss die Aufgabe sein, die erforderlichen Mittel bereit zu stellen und die Daseinsvorsorge in den Dörfern voran zu treiben.

Daran will ich mitarbeiten! Das gehört für mich zu meinem Einsatz für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft.

(Das Interview ist auch in „Wir in Hagen“ erschienen)